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Patienteninformationen

3 Tesla MRT Zentrum

Modernes Zentrum für MR-Bildgebung eröffnet

Um mit den wachsenden Anforderungen an eine moderne Neurodiagnostik Schritt zu halten, wurde in den vergangenen Monaten im Kopfklinikum ein neues Zentrum für MR-Bildgebung errichtet. Herzstück ist ein modernster 3 Tesla Hochfeld-Magnetresonanztomograph - Magnetom TIM Trio, der gemeinsam mit seinem Hersteller Siemens im Rahmen der Strategischen Allianz mit dem Universitätsklinikum installiert wurde.

Mit der Magnetresonanztomographie lässt sich das Körperinnere ohne Einsatz von Röntgenstrahlen im Detail abbilden. Die technischen Möglichkeiten erlauben es auch, Änderungen der Durchblutung, des Stoffwechsels oder der Gehirnaktivität zu messen. Im Vergleich zu herkömmlichen Systemen mit einer Feldstärke von 1,5 Tesla arbeitet das neue Hochfeld-MRT mit 3 Tesla und ermöglicht damit eine präzisere Bildauflösung. Darüber hinaus nimmt die Messung großer Körperbereiche oder gar ein "Ganzkörper-Scan" deutlich weniger Zeit in Anspruch - und erspart so dem Patienten langes Stillliegen in der lauten Röhre. Die Möglichkeiten der modernen Diagnostik der Abteilung Neuroradiologie werden damit insgesamt erheblich erweitert.

Selbst kleinste Strukturen aus allen Bereichen des Körpers lassen sich damit schnell und mit höchster Auflösung darstellen – Gefäßerkrankungen, Tumoren, Mikrometastasen, epileptogene Läsionen und eine ganze Reihe weiterer Erkrankungen können so viel besser erkannt werden. Und auch Untersuchungen im Rahmen einer präventiven Ganzkörperbildgebung profitieren von diesem leistungsstarken Scanner – individuelle Risikofaktoren oder Krankheiten in einem frühen Stadium können zuverlässiger erkannt werden. Auch Kinder profitieren von dem leistungsfähigen Scanner. Gerade für die ganz Kleinen, denen das Stillhalten besonders schwer fällt, sind die verkürzten Untersuchungszeiten des 3Tesla-MRTs eine echte Erleichterung.

Den Schlaganfallforschern der Kopfklinik erlaubt das Gerät eine genauere Messung der Hirndurchblutung, selbst kleinste Gehirninfarkte können sichtbar gemacht werden. Durch die unmittelbare Nähe zur Notfallaufnahme des Kopfklinikums und zur Schlaganfallstation (Stroke Unit) kann jeder Patient, der mit der Diagnose Schlaganfall aufgenommen wird mit dem neuen Gerät untersucht werden. Damit ist eine Diagnostik auf höchstem Niveau und eine noch intensivere Beforschung des Schlaganfalls möglich.

Die Anforderungen der Krebsmedizin an die Leistungsfähigkeit bildgebender Diagnoseverfahren steigen kontinuierlich - längst geht es nicht mehr nur um die Abbildung anatomischer Details: gerade in der Tumordiagnostik benötigen Ärzte neben der Darstellung kleinster, versteckter Krebsherde auch einen Einblick in Physiologie und Stoffwechsel – auch das gelingt mit dem neuen Hochleistungsscanner.

Neben der Krankenversorgung profitiert aber insbesondere die „funktionelle und metabolische Bildgebung“ und damit eine Vielzahl bereits bestehender und geplanter interdisziplinärer Forschungsprojekte von diesem leistungsstarken Scanner: die genauere Beurteilung der Gewebestruktur von Hirntumoren soll die Einschätzung der Aggressivität des Krebses und Therapiekontrollen erleichtern. Demenzerkrankungen wie etwa Alzheimer sind in der Frühphase oft schwer zu diagnostizieren. Eine gezielte Prüfung der Leistungsfähigkeit des Gehirns durch Aktivitätsmessung im MR-Tomographen soll bereits frühzeitig eine präzisere Einschätzung des Risikos erlauben.

Auswahl Forschungsprojekte 3 T MRT
Auswahl_3T_Projekte_Ver1_08.doc (48KB)