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Patienteninformationen

„Hybridbildgebung - Ein Strahl für 2 Methoden“

Hochmoderne Angiographieanlage macht kleinste Gefäße sichtbar
und erlaubt die simultan Aufnahme computertomographischer Schnittbilder


Prof. Dr. Arnd Dörfler
Abteilung Neuroradiologie, Universitätsklinikum Erlangen
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg


Kleinste Hirngefäße und krankhafte Veränderungen an diesen zu erkennen und häufig auch ohne Operation zu behandeln – das ermöglicht eine neue hochmoderne Zwei-Ebenen-Angiographieanlage. Die Anlagem, eine der ersten seiner Art weltweit, ist mit modernster Flachbilddetektortechnik ausgestattet. Vorteile der Flachdetektortechnologie gegenüber den etablierten Bildverstärkern sind die homogene, verzerrungsfreie Bildqualität mit exzellenter Auflösung selbst kleinster Gefäße. Die deutlich besseren Abbildungseigenschaften der dynamischen Flachdetektoren ermöglichen vor allem aber 3D-Akquisitionen mit hoher Kontrasterkennbarkeit. Damit lassen sich aus den Daten der Angiographie auch computertomographische Schnittbilder in allen Raumebenen erzeugen und so simultan Gefäß- und Schnittbildanatomie darstellen.

Vorteile ergeben sich daraus insbesondere für die minimal-invasiven endovaskulären Therapiemethoden bei zerebrovaskulären Erkrankungen. Die Möglichkeit der Rekonstruktion von dreidimensionalen Schnittbilddatensätzen mit hoher Kontrastauflösung unmittelbar im Angiographieraum verbessert zudem auch das Komplikationsmanagement. Falls klinisch erforderlich, kann so unmittelbar im Angioraum ohne Zeitverlust das Hirnparenchym, die Liquorräume und der Subarachnoidalraum dargestellt und das weitere therapeutische Procedere entschieden werden. Bei Stentimplantationen und Embolisationen sind Stents und Coils, insbesondere in schädelbasisnahen Abschnitten, besser sichtbar. Auch spinale Interventionen und die neurochirurgische Operationsplanung zerebrovaskulärer Erkrankungen, insbesondere schädelbasisnaher oder kraniofazialer Läsionen, profitiert von der simulatanen Darstellung der Gefäß- und Schnittbildanatomie.