3 Tesla MR-Zentrum

Neuroradiologie

Leiter:
Prof. Dr. med. Arnd Dörfler

Modernes Zentrum für MR-Bildgebung

3 Tesla MR-Zentrum

Um auch die Anforderungen an eine hervorragende Neurodiagnostik in Klinik und Wissenschaft erfüllen zu können, verfügen die Neuroradiologische Abteilung über einen 3 Tesla Hochfeld-Magnetresonanztomograph (Siemens Magnetom TIM Trio), der gemeinsam mit dem Hersteller im Rahmen einer strategischen Allianz mit dem Universitätsklinikum Erlangen installiert wurde.

Mit der Magnetresonanztomographie lässt sich das Körperinnere ohne Einsatz von Röntgenstrahlen im Detail abbilden. Die technischen Möglichkeiten erlauben es auch, Änderungen der Durchblutung, des Stoffwechsels oder der Gehirnaktivität zu messen. Im Vergleich zu herkömmlichen Systemen mit einer Feldstärke von 1,5 Tesla arbeitet das neue Hochfeld-MRT mit 3 Tesla und ermöglicht damit eine präzisere Bildauflösung. Darüber hinaus nimmt die Messung großer Körperbereiche oder gar ein "Ganzkörper-Scan" deutlich weniger Zeit in Anspruch - und erspart so dem Patienten langes Stillliegen in der lauten Röhre. Die Möglichkeiten der modernen Diagnostik der Neuroradiologischen Abteilung werden damit insgesamt erheblich erweitert.

Selbst kleinste Strukturen aus allen Bereichen des Körpers lassen sich damit schnell und mit höchster Auflösung darstellen – Gefäßerkrankungen, Tumoren, Mikrometastasen, epileptogene Läsionen und eine ganze Reihe weiterer Erkrankungen können so viel besser erkannt werden. Und auch Untersuchungen im Rahmen einer präventiven Ganzkörperbildgebung profitieren von diesem leistungsstarken Scanner – individuelle Risikofaktoren oder Krankheiten in einem frühen Stadium können zuverlässiger erkannt werden. Auch Kinder profitieren von dem leistungsfähigen Scanner. Gerade für die ganz Kleinen, denen das Stillhalten besonders schwer fällt, sind die verkürzten Untersuchungszeiten des 3Tesla-MRTs eine echte Erleichterung.

Den Schlaganfallforschern der Kopfkliniken erlaubt das Gerät eine genauere Messung der Hirndurchblutung, selbst kleinste Gehirninfarkte können sichtbar gemacht werden. Durch die unmittelbare Nähe zur Notfallaufnahme der Kopfkliniken und zur Schlaganfallstation (Stroke Unit) kann jeder Patient, der mit der Diagnose Schlaganfall aufgenommen wird mit dem neuen Gerät untersucht werden. Damit ist eine Diagnostik auf höchstem Niveau und eine noch intensivere Beforschung des Schlaganfalls möglich.

Die Anforderungen der Krebsmedizin an die Leistungsfähigkeit bildgebender Diagnoseverfahren steigen kontinuierlich - längst geht es nicht mehr nur um die Abbildung anatomischer Details: gerade in der Tumordiagnostik benötigen Ärzte neben der Darstellung kleinster, versteckter Krebsherde auch einen Einblick in Physiologie und Stoffwechsel – auch das gelingt mit dem neuen Hochleistungsscanner.

Neben der Krankenversorgung profitiert aber insbesondere die „funktionelle und metabolische Bildgebung“ und damit eine Vielzahl bereits bestehender und geplanter interdisziplinärer Forschungsprojekte von diesem leistungsstarken Scanner: die genauere Beurteilung der Gewebestruktur von Hirntumoren soll die Einschätzung der Aggressivität des Krebses und Therapiekontrollen erleichtern. Demenzerkrankungen wie etwa Alzheimer sind in der Frühphase oft schwer zu diagnostizieren. Eine gezielte Prüfung der Leistungsfähigkeit des Gehirns durch Aktivitätsmessung im MR-Tomographen soll bereits frühzeitig eine präzisere Einschätzung des Risikos erlauben.

 
Kontakt

Sekretariat Prof. Dörfler
Telefon: 09131 85-39388

Ambulanzsekretariat 
Telefon: 09131 85-44848

 
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