Kopf/Gehirn

Neuroradiologie

Leiter:
Prof. Dr. med. Arnd Dörfler

Je nach Fragestellung kann die Untersuchung des Gehirns und Nervensystems mittels Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT)erfolgen.
Durch ihre schnelle Durchführbarkeit ist die CT insbesondere in akuten Notfallsituationen sinnvoll, z.B. bei Verdacht auf Schlaganfall, Hirnblutung oder knöcherne Schädelverletzung.

Mit der Gabe eines intravenösen Kontrastmittels können die Hirngefäße und die Gehirndurchblutung dargestellt werden. So kann zum Beispiel ein akuter Schlaganfall sicher diagnostiziert und eingeschätzt werden, ob durch eine rasche Wiedereröffnung (Rekanalisation) eines verschlossenen Gefäßes Hirngewebe vor dem Untergang gerettet werden kann.

CT bei einem akuten Schlaganfall: Verschlusses der linken mittleren Gehirnarterie mit entsprechender Durchblutungsstörung

Für bestimmte Fragestellungen, beispielsweise zur Beurteilung des Mittelohrs (Gehörknöchelchenkette) oder einer intrakraniellen Gefäßsstütze (Stent), kann an unseren Angiographieanlagen ambulant eine sehr hochauflösende Flachdetektor-CT zur optimalen Befundbeurteilung durchgeführt werden.

Die MRT ermöglicht es, das Hirngewebe ohne Strahlenbelastung mit sehr hoher Auflösung anatomisch exakt darzustellen. Daher stellt sie bei den meisten Krankheitsbildern und Fragestellungen des zentralen und peripheren Nervensystems das Verfahren der ersten Wahl dar und findet insbesondere Einsatz in der weiterführenden Diagnostik bei Hirntumoren, Infarkten, Hirnblutungen, Entzündungen, degenerativen Erkrankungen oder bei unklarem Kopfschmerz und Schwindel.

MRT und venöse MR-Angiographie eines Falxmeningeoms

Darüber hinaus ist mit einer sogenannten funktionellen MRT möglich, Informationen zum Hirnstoffwechsel oder funktioneller Bahnsysteme darzustellen, die in den anatomischen MR-Sequenzen nicht sichtbar sind.

 
Kontakt

Sekretariat Prof. Dörfler
Telefon: 09131 85-39388

Ambulanzsekretariat 
Telefon: 09131 85-44848