Zerebrale /Spinale Gefäße

Neuroradiologie

Leiter:
Prof. Dr. med. Arnd Dörfler

Die Darstellung der zerebralen Gefäße und die Diagnostik neurovaskulärer Erkrankungen erfolgt je nach Fragestellung nicht-invasiv (CT-/MR-Angiographie, i.v. Dyna-CT) ambulant oder invasiv (digitale Subtraktionsangiographie) im Rahmen einen kurzen stationären Aufenthalts.

Time-of-flight MR-Angiographie und kontrastmittelgestützte CT-Angiographie

Die nicht-invasive kontrastmittelgestützte CT- und MR-Angiographie dient der Erkennung von Einengungen (Stenosen) oder pathologischen Aussackungen (Aneurysmen) der hirnversorgenden Arterien und kann bei der Vorbereitung vor katheterinterventionellen Therapien hilfreich sein. Darüber hinaus kann man mittels MR-Angiographie die Verlaufsuntersuchungen nach endovaskulären Eingriffen, z.B. nach Aneurysma-Coiling, auf schonende, nicht invasive Weise durchführen.
Mit Hilfe einer zeitaufgelösten Gefäßdarstellung (TWIST-MRA) können zudem arteriovenöse Kurzschlussverbindungen (arterio-venöse Malformation, durale arterio-venöse Fistel) dargestellt werden.

i.v. DYNA-CT

Mit Hilfe des i.v. Dyna-CTs sind selbst kleinste Stents mit sehr hoher Auflösung darstellbar – ja sogar in das Stentinnere kann hineingeschaut werden. Damit können diese Stents ambulant und ungefährlich ohne eine belastende Katheterangiographie zuverlässig kontrolliert und evtl. erneute Stenosierungen frühzeitig erfasst werden. Darüberhinaus lässt sich so häufig ein mittels neurochirurgischem Clipping behandeltes Hirnarterienaneurysma postoperativ kontrollieren.

DSA eines Carotis-T-Aneurysmas, welches minimal-invasiv mittels Coiling ausgeschaltet wurde (rechtes Bild)

Die digitale Subtraktionsangiographie (DSA) stellt einen besonderen Schwerpunkt der Abteilung dar. Sie dient der Erkennung und Behandlung von Erkrankungen der gehirnversorgenden Blutgefäße mit minimal-invasiven endovaskulären Kathetermethoden. Hierdurch können zum einen Gefäßerkrankungen (Gefäßstenosen oder Gefäßverschlüsse, Aneurysmen, Gefäßmalformationen) genau erkannt werden, zum anderen bestehen hierbei oftmals gleichzeitig minimal-invasive Therapieoptionen zur Behandlung dieser Erkrankungen. Diese beinhalten:

  • Die Wiedereröffnung eines akut verschlossenen Gefäßes beim Schlaganfall
  • Das Einsetzen von Stents zur Behebung einer Gefäßeinengung
  • Die Einbringung von Platinspiralen (Coils) und/oder Stents zur Ausschaltung intrakranieller Gefäßaussackungen (Aneurysmen)
  • Die Embolisation intrakranieller Gefäßmissbildungen (arteriovenöse Malformation oder durale arteriovenöse Fistel)
  • Die Embolisation kraniofazialer Hämangiome (gefäßreiche Tumoren der Kopf-Halsregion)

Ein erfahrener Neuroradiologe, welcher das gesamte Spektrum der interventionellen Eingriffe beherrscht, steht in unserer Abteilung rund um die Uhr an sieben Tagen der Woche zur Verfügung.

Eine DSA der spinalen Gefäße ist indiziert, wenn auf der Ebene der Wirbelsäule eine Kurzschlussverbindung (Fistel, AV-Malformation) zwischen Arterie und Vene mit einem Rückstau in das venöse System besteht. Diese sogenannten spinalen Durafisteln oder spinalen AV-Angiome können Schmerzen, Gehstörungen und Gefühlsstörungen bis hin zu Blasen- und Mastdarmstörungen verursachen oder zu einer Blutung in das Rückenmark oder den nervenwasserraum führen. Die neuroradiologische Therapie besteht in einem Verschluss der pathologischen Kurzschlussverbindung mit verschiedenen Embolisationsmaterialien, die über einen Mikrokatheter direkt an der Kurzschlussverbindung eingebracht werden.

DSA einer spinalen AVM
 
Kontakt

Sekretariat Prof. Dörfler
Telefon: 09131 85-39388

Ambulanzsekretariat 
Telefon: 09131 85-44848

 
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