Magnetresonanztomographie

Neuroradiologie

Leiter:
Prof. Dr. med. Arnd Dörfler
Siemens MAGNETOM Trio TIM 3,0 Tesla
Hochfeld-Magnetresonanztomograph (MRT)

Wie funktioniert die Magnetresonanztomographie?

Die Magnetresonanztomographie (MRT) beruht auf der physikalischen Magneteingenschaft (Dipol) von Wasserstoffatomen (Proton, H+), die im menschlichen Körper vorwiegend in Form von Wasser und Fett gebunden vorliegen. Diese Protonen werden im MR-Tomographen aufgrund ihrer magnetischen Eigenschaft entlang des äußeren Magnetfeldes ausgerichtet und angeregt. Aus dem hierbei messbaren Signal werden in computergestützten Berechnungen die Bilder berechnet. Für den medizinischen Bereich sind in der Regel Magnetfeldstärken zwischen 1,5 und 3,0 Tesla für ein MRT-Gerät gebräuchlich, Feldstärken von 7 Tesla und mehr sind in Forschungsgeräten verfügbar. Zum Vergleich beträgt das Erdmagnetfeld nur 0,00005 Tesla.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Ein MR-Tomograph hat ein große zentrale Öffnung, in der der Patient auf einer beweglichen Liege positioniert wird. Während der Untersuchung kommt es durch die schnellen Gradientenschaltungen zu hämmernden Geräuschen des MR-Tomographen. Dies ist völlig normal. Während der gesamten Untersuchung werden die Patienten durch das Fachpersonal über eine Kamera überwacht und können sich über eine Klingeltaste in der Hand jederzeit am Schaltpult bemerkbar machen. Für bestimmte Untersuchungsschritte kann es zudem notwendig sein, dass über eine periphere Vene ein Kontrastmittel gespritzt wird, um bestimmte Strukturen oder Fragestellungen besser beurteilen zu können.

Zum Schutz der Umwelt vor dem starken Magnetfeld eines MRT-Geräts und zur Vermeidung von elektromagnetischen Störungen ist eine entsprechend aufwendige Abschirmung des Geräteraums notwendig. Zudem ist zu berücksichtigen, dass es die starken magnetischen Kräfte erforderlich machen, dass sämtliche ferromagnetische Teile und elektronische Geräte vor Betreten des MRT-Raums abgelegt werden. Patienten mit bestimmten implantierten Medizinprodukten (z. B. Herzschrittmacher, Pumpensysteme, etc.) sind aufgrund des Risikos von Gerätezerstörung oder Induktion von elektrischen Strömen ggf. von einer MRT-Untersuchung in der Regel ausgeschlossen. Gerne stehen unsere Ärztinnen und Ärzte zur Frage der MR-Tauglichkeit von Implantaten oder Geräten beratend zur Verfügung.